Rezept
Französisches Käsefondue

Zutaten
- 200 g Emmentaler
- 200 g Comté
- 200 g Beaufort oder Vacherin Fribourgeois
- 300 ml trockener Weißwein
- 1 Knoblauchzehe
- 2 TL Speisestärke
- 2 TL Kirschwasser
- Frisch gemahlener/gestoßener Pfeffer
- Frisch geriebene Muskatnuss
- Gestoßener Kardamom & ein Hauch Piment (optional)
15 Minuten
15 Minuten
30 Minuten
Zubereitung
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Die Käsesorten grob reiben.
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Die Speisestärke mit dem Kirschwasser anrühren.
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Den Fonduetopf (Caquelon) mit der halbierten Knoblauchzehe ausreiben.
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Den Weißwein im Caquelon langsam erhitzen (nicht kochen).
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Nach und nach den geriebenen Käse hinzufügen und unter ständigem Rühren bei niedriger Hitze schmelzen lassen.
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Sobald der Käse geschmolzen ist, die angerührte Speisestärke einrühren, um die Masse zu binden.
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Mit Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
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Das Käsefondue direkt auf einem Rechaud auf dem Tisch warm halten.
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Jeder Gast kann Brot oder Gemüse mit einer Gabel aufspießen und in den cremigen Käse tauchen.
Wissenswert
Die Entstehung in den Alpen
Eine der gängigsten Geschichten über das Käsefondue stammt aus den schweizerischen Alpenregionen. In den kalten Wintermonaten, wenn das frische Gemüse knapp war, mussten die Bergbewohner auf haltbare Lebensmittel wie Käse und Brot zurückgreifen. Der Legende nach kam jemand auf die Idee, die Käsesorten, die in den Vorratshäuschen lagen, mit heißem Wein zu vermischen, um eine schmackhafte, warme Mahlzeit zu kreieren, die nicht nur nährte, sondern auch die Herzen erwärmte. Das Käsefondue wurde dann besonders in den kalten Monaten zu einem beliebten Gericht für die ländliche Bevölkerung, da es sowohl einfach zuzubereiten als auch sättigend war.
Der Ursprung der Tradition im 18. Jahrhundert
Eine andere Legende bezieht sich auf das 18. Jahrhundert, als Käsefondue in der Schweiz als Hausmannskost begann. Es wird oft erzählt, dass das Gericht als Gemeinschaftsmahlzeit in den Dörfern des französischsprachigen Teils der Schweiz, insbesondere im Kanton Neuenburg, populär wurde. Die Tradition des "Gemeinsamessens" wurde so zu einem Symbol der Gastfreundschaft, bei dem sich Familien und Freunde um den Fondue-Topf versammelten, um gemeinsam zu speisen und ihre Geschichten zu teilen.
Das "verlorene" Brot
Ein weiterer Teil der Fondue-Kultur ist die sogenannte "Regel", dass wer das Brot im Käsefondue verliert, ein Strafritual über sich ergehen lassen muss. In der Schweiz heißt es, dass derjenige, der das Brotstück im Käse "verliert", entweder ein Getränk für die anderen bestellen oder eine andere amüsante Strafe auf sich nehmen muss. Diese Tradition soll die Atmosphäre beim Fondue-Essen auflockern und sorgt für viele Lacher.
Es gibt also viele kleine Geschichten und Bräuche rund ums Käsefondue, aber alle teilen eine zentrale Idee: das gemütliche Zusammensein und die Freude an einem einfachen, aber köstlichen Gericht.