Klassische Crêpe Suzette

Zutaten

Für 4 Personen
  • 125 g Mehl
  • 2 Eier
  • 300 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 20 g Zucker
  • 1 EL geschmolzene Butter (plus Butter zum Ausbacken)
  • 50 g Butter
  • 50 g Zucker
  • Saft von 2 Orangen
  • Abrieb von 1 Orange (Bio)
  • 2 EL Orangenlikör (z. B. Grand Marnier oder Cointreau)
  • Optional: 1–2 EL Cognac

Vorbereitungszeit:
15 Minuten
Zubereitungszeit:
15 Minuten
Gesamtzeit:
30 Minuten

Zubereitung

  1. Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Eier hinzufügen und unterrühren. Nach und nach die Milch einrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Geschmolzene Butter hinzufügen und den Teig 20–30 Minuten ruhen lassen.
  2. Eine Pfanne dünn mit Butter einfetten und erhitzen. Eine kleine Kelle Teig hineingeben und durch Schwenken der Pfanne dünn verteilen. Crêpes bei mittlerer Hitze ausbacken, bis sie leicht gebräunt sind. Wenden und die andere Seite kurz backen. Fertige Crêpes auf einem Teller stapeln und warm halten.
  3. Butter und Zucker in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, bis der Zucker leicht karamellisiert. Orangensaft und -abrieb hinzufügen und gut verrühren. Den Orangenlikör dazugeben und, falls gewünscht, flambieren. Vorsicht: Das Flambieren sollte nur von Erwachsenen und mit Sicherheitsabstand durchgeführt werden!
  4. Die Crêpes einzeln in die Soße legen, wenden und kurz durchziehen lassen. Anschließend die Crêpes zu Vierteln gefaltet auf Tellern anrichten.
  5. Die Crêpes Suzette warm servieren, gerne mit etwas zusätzlichem Orangensaft aus der Pfanne übergossen.


Die Entstehungsgeschichte der Crêpe Suzette

Die Geschichte hinter Crêpe Suzette ist eine charmante Mischung aus Legende und Kulinarikgeschichte, die bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreicht. Es gibt mehrere Erzählungen über die Entstehung dieses ikonischen französischen Desserts. Hier sind die bekanntesten:

1. Die Legende von Auguste Escoffier und dem Zufall

Eine der bekanntesten Geschichten führt Crêpe Suzette auf den berühmten französischen Koch Auguste Escoffier zurück. Der Legende nach servierte er sie zum ersten Mal im Jahr 1896 im legendären Café de Paris in Monte Carlo, Monaco. Der junge Assistent Henri Charpentier, der später selbst ein berühmter Koch wurde, sollte ein Dessert für den damaligen Prinzen von Wales (den späteren König Edward VII.) zubereiten.

Während des Kochens fiel Alkohol in die heiße Pfanne, und die Mischung begann zu flambieren. Obwohl dies ein Unfall war, war das Ergebnis so köstlich, dass der Prinz begeistert war. Er bat darum, das Dessert nach einer Dame an seinem Tisch zu benennen – einer gewissen "Suzette".

2. Die Geschichte der kleinen Suzette

Eine andere Version besagt, dass der Name auf ein kleines Mädchen namens Suzette zurückgeht, das mit ihrem Vater häufig in einem Café in Paris speiste. Der Besitzer des Cafés wollte ihr eine Freude machen und kreierte ein Dessert, das schließlich ihren Namen trug.

3. Die Theorie des Marketings

Es gibt auch die Theorie, dass Crêpe Suzette von einem geschickten Pariser Restaurantbesitzer erfunden wurde, der das Gericht als „exklusiv“ vermarktete. Der Name Suzette könnte ein beliebter Mädchenname der Zeit gewesen sein, um das Gericht eleganter und verführerischer zu machen.

4. Die französische Eleganz und Orangenlikör

Was Crêpe Suzette so besonders macht, ist die Verwendung von Orangenlikör und das Flambieren, was im 19. Jahrhundert in der gehobenen Gastronomie sehr in Mode war. Es war ein Symbol für Luxus, Kreativität und die französische Leidenschaft für die Kunst des Kochens.

Ein zeitloser Klassiker

Egal, welche Geschichte stimmt, Crêpe Suzette bleibt ein Klassiker, der die Eleganz der französischen Küche verkörpert. Das Dessert hat bis heute einen festen Platz auf den Speisekarten der gehobenen Gastronomie und wird weltweit als Symbol für Genuss und Raffinesse geschätzt.